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Filmprojekte von Dr. Sybille Krafft im BR

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Dr. Sybille Krafft

FILMREIHE UNTER UNSEREM HIMMEL

Als promovierte Historikerin ist Sybille Krafft im “Himmel” sozusagen zu einer “Chronistin des Wandels” geworden, denn ihre Filme drehen sich immer wieder um die enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen im vergangenen Jahrhundert. Allerdings ohne “erhobenen Zeigefinger” und ohne wissenschaftliche Fachsimpelei, sondern auf eine locker-amüsante Art . . . mehr

Foto: BR/Markus Konvalin, 2017

WIKIPEDIA

 


 

2021/20/19/18 – FILME IM BAYERISCHEN FERNSEHEN

25.4.21 – KÜNSTLERHAUSGESCHICHTEN – LEBEN MIT EINEM DENKMAL

HVW/Krafft, BR-Film "Künstlerhausgeschichten

Künstler leben und arbeiten oft in alten Gebäuden. Sie haben einen Blick für das Besondere und schätzen die Möglichkeiten, die gerade historische Häuser bieten: viel Platz, günstige Preise, unkonventionelle Ausstattung und einzigartige Räumlichkeiten. Für die neue Folge der Reihe “Leben mit einem Denkmal” hat Sybille Krafft in ganz Bayern Künstlerinnen und Künstler mit ungewöhnlichen Wohnungen und Werkstätten besucht.
Im unterfränkischen Weinort Thüngersheim am Main verbindet ein Metallkünstler und Goldschmied Leben und Arbeiten in einem Winzerhof aus dem 17. Jahrhundert. Eine junge Holzbildhauerin saniert mit ihrem Mann seit Jahren ein barockes Komödienhaus im Allgäuer Klosterort Steingaden. Ein 500-jähriger Dreiseithof dient einem Künstlerpaar als Ausstellungsfläche, Werkstatt und Lebensraum im niederbayerischen Hörlkam. Ein Maler hat mit seiner Frau im Altmühltal ein Jurahaus in ein Schmuckstück verwandelt. Und im oberbayerischen Holzen gestaltet eine Kinderbuchautorin mit Gespür und Geschick ein historisches Gartenstadt-Haus. Die Filmautorin Sybille Krafft porträtiert unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten und zeigt fünf verschiedene Arten, mit einem Denkmal zu leben. – Text: BR

3.1.2021 – DAMALS AM ARLBERG

HVW/Krafft, BR-Film "Arlberg", 3.1.21

Der Arlberg – ein Skiparadies in den österreichischen Bergen zwischen Tirol und Vorarlberg und ein beliebter Treffpunkt für Skijünger und Schneeamazonen aus aller Welt. Schon in den 1950er und 60er Jahren gab sich die internationale Schickeria hier ein Stelldichein, wie die Dokumentation anhand von amüsanten Schwarz-Weiß-Filmen zeigt.
Die Wintersportorte am Arlberg haben Tourismus- und Skigeschichte geschrieben: In Stuben wurde 1890 der Skipionier Hannes Schneider geboren, der am Arlberg die erste Skischule Österreichs eröffnete und den Stemmbogen populär machte. 1937 ging in Zürs der erste Skilift Österreichs in Betrieb und machte dem schweißtreibenden Aufstieg ein Ende. 1938 wurde in St. Anton der später mehrfache Weltmeister Karl Schranz geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckte der internationale Geld- und Hochadel den weißen Schatz von Lech am Arlberg – im Schlepptau zahlreiche Hofschranzen und Adabeis: aus Bauernstuben wurden Fremdenzimmer, aus Kuhställen Tanzlokale und aus dem Almboden wuchsen Hotelburgen. Jahrhunderte zuvor war in St. Christoph das später weltbekannte Hospiz gegründet worden.
Sybille Krafft hat sich Anfang 2020 auf ihrer ebenso informativen wie unterhaltsamen Zeitreise mit Hotelbesitzerinnen und Skihelden, Geschäftsleuten und Bergbauern sowie Damenkränzchen und Après-Ski-Legenden unterhalten. Sie zeigt, wie der “weiße Rausch der Winterfrischler” die einst abgeschiedene und arme Bergregion innerhalb weniger Jahrzehnte in die erste Liga des Jet-Set-Tourismus katapultierte. – Text: BR

11.10.2020 – DAMALS IN NÜRNBERG

HVW/Krafft, BR-Film "Nürnberg", 11.10.20

Wie sehr hat sich die Nürnberger Altstadt seit den Nachkriegsjahren verändert? Sybille Krafft geht auf Spurensuche und findet Zeitzeugen, die einen ganz persönlichen Blick auf die Stadtgeschichte geben.
Es gab Zeiten, als durch die Nürnberger Altstadt noch die Straßenbahn fuhr, Gaslaternen die Gassen beleuchteten, der Zeitungsverkäufer lautstark das “8-Uhr-Blatt” ausrief und zwei Bratwürste mit Gurkensalat und Kartoffeln 1 Mark 20 kosteten.
Für die Reihe “Damals…” ist Sybille Krafft diesmal auf Spurensuche in Nürnberg gegangen. Dort dokumentiert sie am Beispiel der Altstadt, wie sehr sich die Wohn- und Lebensverhältnisse seit den Nachkriegsjahren verändert haben. Auch Zeitzeugen kommen zu Wort, die zum Teil noch als Kinder in den Kriegsruinen gespielt haben: Ob Künstler oder Gemüseverkäufer, Cembalospieler oder Messerschleifer, Altstadtfreundin oder stadtbekannter “Spezi” – sie alle geben einen ganz persönlichen Blick auf die bewegte Nürnberger Nachkriegsgeschichte.
Die Zeitreise enthält auch neu gehobene Schätze aus dem Archiv des Bayerischen Rundfunks – seien es die frühesten Fernsehbilder von der Spielwarenmesse oder Beobachtungen von Passanten auf Nürnbergs Flaniermeile. – Text: BR

13.9.2020 – FORSTHAUSGESCHICHTEN – LEBEN MIT EINEM DENKMAL

HVW/Krafft, BR-Film "Forsthausgeschichten", 13.9.20

In der neuen Folge ihrer Reihe “Leben mit einem Denkmal” erzählt Sybille Krafft diesmal “Forsthausgeschichten”, vom Norden unseres Freistaats, vom Spessart in Unterfranken, bis ganz in den Süden in die Ammergauer Alpen.
Der standesgemäße Sitz eines königlich-bayerischen Forstrates: Drei Generationen haben die stattliche Villa bei Bad Kissingen gemeinsam saniert und dabei recht eigene Vorstellungen vom Wert eines Denkmals entwickelt.
Ein leerstehendes Forsthaus im Fichtelgebirge: Das Schicksal dieses zentralen Bauwerks eines großen privaten Forstguts ist ungewiss.
Ein Forsthaus im Spessart, das einst von Aufständischen belagert wurde: Heute stürmen Ausflügler das in jahrelanger Arbeit von einer Familie gerettete und heute als Kaffeehaus betriebene Denkmal.
Eines der schönsten Forsthäuser in Bayern: In einem herrschaftlichen Barockbau mit schmucken Lüftlmalereien residiert in Oberammergau noch immer eine Dienststelle der Bayerischen Staatsforsten.
Und ein altes Forsthaus im Ebersberger Forst, das noch mit selbstgebrannter Holzkohle beheizt und mit Gaslampen beleuchtet wird. – Text: BR

10.5.2020 – DAMALS IN BAYERN ANGEKOMMEN

Dr. Sybille Krafft, BR-Film "In Bayern angekommen", 10.5.2020

Nach dem 2. Weltkrieg strömten Millionen von heimatlos gewordenen Menschen in den Westen. Es waren Flüchtlinge und Vertriebene, die alles verloren hatten und nur mit ihrem Leben davongekommen waren. Angesiedelt wurden sie oft an ehemaligen Rüstungsstandorten, wo sie in Baracken und Bunkern eine provisorische Unterkunft fanden.
Mit offenen Armen wurden diese Menschen nur selten empfangen, sie stammten aus dem Sudetenland, Schlesien, Siebenbürgen, Pommern, Mähren, der Bukowina, dem Banat oder anderen einst von Deutschen besiedelten Ostgebieten. Sie hatten nur ein paar wenige Habseligkeiten und mussten in der Anfangszeit unterstützt werden. Viele wurden bei Einheimischen einquartiert, was für beide Seiten nicht einfach war.
Heimatvertriebene trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung bei
Am Beispiel von Neugablonz im Allgäu, Neutraubling in der Oberpfalz und Traunreut in Oberbayern zeigt Sybille Krafft in ihrem Film, wie die Heimatvertriebenen mit ihrem Fleiß und Können in ihrer neuen Heimat schon bald für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgten.
Im Gespräch mit der Filmautorin Sybille Krafft erinnern sich Heimatvertriebene an ihre Anfangsjahre in Bayern, erzählen im paurischen Dialekt von Köstlichkeiten wie der “Rejchawurst” und berichten vom Improvisieren, von Reibereien und von Freundschaften mit den Einheimischen – Text: BR

1.3.20 – SYNAGOGENGESCHICHTEN – LEBEN MIT EINEM DENKMAL

HVW, Sybille Krafft, BR-Film, Synagogen, 1.3.20

Zu einer Reise in die versunkene und vergessene Welt der Synagogen des fränkischen Landjudentums lädt Filmautorin Sybille Krafft in der Reihe “Leben mit einem Denkmal” ein. Entdeckt hat sie dabei ehemalige Synagogen, die von Privatpersonen sorgsam saniert wurden und heute als Wohnstätten dienen. So hat beispielsweise eine junge Familie in Hüttenheim mit viel Gespür für die historische Bausubstanz den früheren Betsaal in ein unkonventionelles Wohnzimmer verwandelt. Oder ein Ehepaar in Wiesenbronn, das in zehnjähriger Arbeit nach allen Regeln der Denkmalkunst aus dem Gotteshaus ein Privathaus mit kleinem Museum gemacht hat.
Die Filmautorin zeigt außerdem eine frühere Synagoge, die zu einer Kirche geworden ist, und ein jüdisches Gotteshaus, das immer noch seine ursprüngliche Funktion erfüllt: Bei einer Bat Mizwa-Feier in Bayreuth, bei der die 12-jährige Tochter des Gemeindevorstehers religiös mündig wird, kann man erahnen, wie reichhaltig das jüdische Leben einst auch in Bayern war. Text: BR

5.5.19 – HÜTTENGESCHICHTEN – LEBEN MIT EINEM DENKMAL

HVW, Sybille Krafft, BR-Film "Hüttengeschichten"

Auch Hütten können Denkmäler sein. Obwohl sie meist einfach und zweckmäßig sind, prägen sie dennoch Landschaft und Kultur. Das Spektrum ist groß und reicht von der Alm- und Jagdhütte bis zur hochalpinen Berghütte.
Selbst auf der hochalpinen Berghütte haben sich die Zeiten geändert: Was früher beispielsweise eine rettende Schutzhütte war, ist heute oft ein gefahrlos zu erreichendes Ausflugsziel geworden. Dabei haben sich auch die Erwartungen der Gäste gewandelt. Heute wünscht mancher Wandersmann eher ein schickes Alpenhotel als ein spartanisches Matratzenlager. – Text: BR

28.10.18 – DAMALS IM ISARTAL – WALDRAM UND SEINE NACHBARN

HVW, Sybille Krafft, BR-Film, Waldram, 28.10.18

Die Siedlung entstand während der NS-Zeit, als die Nazis im dichten Forst zwei große Munitionsfabriken errichteten. Nach Kriegsende machten die Amerikaner aus der Siedlung ein DP-Camp für Holocaust-Überlebende. Erst 1957 verließen die letzten jüdischen Bewohner Föhrenwald, und in die Siedlungshäuser zogen katholische, kinderreiche Heimatvertriebene. Auch der bekannte Volksmusiker und Kabarettist Josef Brustmann ist in Waldram aufgewachsen. Als Kind kam er mit seinen Eltern und acht Geschwistern aus Südmähren nach Oberbayern, um hier eine neue Heimat zu finden.
Sybille Krafft, die selbst im Isartal lebt, ist diesmal auf Spurensuche in ihrer unmittelbaren Umgebung gegangen und zeigt Waldram im Spannungsfeld zwischen Wolfratshausen, der traditionsreichen Flößerstadt, und dem jungen Geretsried. Text: BR

21.10.18 – STADEL- UND SCHEUNENGESCHICHTEN – LEBEN MIT EINEM DENKMAL

HVW, Sybille Krafft, BR-Film Scheunen, 21.10.18

Sybille Krafft hat sich in ihrer Reihe “Leben mit einem Denkmal“ diesmal auf die Suche nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für alte Scheunen und Stadel gemacht und dabei Erstaunliches entdeckt: Vom modernen “ländlichen Loft“, das höchsten Wohnansprüchen genügt, über eine erfolgreiche Gastronomie bis hin zu einer ungewöhnlichen Werkstatt reichen die Ideen für diese lange verkannten und vernachlässigten Kulturgüter. Neben interessanten Beispielen in Prutting, Dietfurt und Hemau hat das Filmteam in Oberfranken bei Bad Staffelstein eine malerische Mühlenscheune und in Gräfenberg sogar ein ganzes Scheunenviertel gefunden, das mit großem Engagement der Bürgerinnen und Bürger instand gesetzt wird. Text: BR

4.3.18 – DAMALS IN KITZBÜHEL

HVW, BR-Film "Kitzbühel", Dr. Sybille Krafft, 4.3.18

“Kitz ist schick!” In nur wenigen Jahrzehnten hat sich das einstige Tiroler Provinzstädtchen am Hahnenkamm zu Österreichs nobelstem Wintersportort entwickelt.
Um 1900 hatten dort die ersten Skitouristen die Tiroler Bergwelt erobert. Lifte gab’s damals noch keine. Inzwischen zählt man im Kitzbüheler Skigebiet auf 170 Kilometer Pisten 54 Seilbahnen und Lifte sowie 750 Schneekanonen.
Sybille Krafft hat den Veränderungen nachgespürt. Text: BR

7.1.18 – DAMALS: RUND UM DIE ZUGSPITZE

BR-Film Sybille Krafft, Zugspitze, 7.1.18

Ein Skitag mit Zugfahrt, Verpflegung, Lift und Lehrer für nur fünf Mark pro Person – das gab’s in den 50er-Jahren noch in Garmisch-Partenkirchen! Für die Reihe “Damals” ist Sybille Krafft diesmal auf eine filmische Zeitreise ins Werdenfelser Land gegangen. Sie besuchte dort Handwerker und Landwirte, Fiaker und Geschäftsleute, Wirtinnen und Wintersportler. Auf Deutschlands höchstem Arbeitsplatz, der Zugspitze, hat sie sich mit Seilbahnbauern und Wetterbeobachtern über den Wandel in dieser berühmten Alpenregion unterhalten. Text: BR


 

AUSZEICHNUNGEN

2017 – München – Denkmalschutzmedaille 2017 des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus – s. Presse 2017, Juni

2011 – Cottbus – Deutscher Preis für Denkmalschutz

2011 – Benediktbeuern – Isar-Loisach-Medaille

Zur Feier der Auszeichnungen 2011 lud damals der Vorstand die Mitglieder zu einem Empfang am 20.1.12 mit abwechslungsreichem Programm ein. Dabei wurde auch der prämierte BR-Dokumentarfilm „Burggeschichten“ gezeigt. Die Laudatio hielt Fernsehautor Dieter Wieland. – s. Presse 2012, Dezember

BR-alpha/alpha-Forum: Zum 75. Geburtstag von Dieter Wieland: Gespräch mit Sybille Krafft


 

“LEBEN MIT EINEM DENKMAL” auf DVD im BR-Shop
Acht Dokumentationen von Dr. Sybille Krafft über denkmalgeschützte Bauwerke aus der BR-Reihe “Unter unserem Himmel”

Sybille Krafft zeigt in den Dokumentationen innerhalb der beliebten Sendung „Unter unserem Himmel“ verschiedene historische Bauwerke, die sinnvoll genutzt werden. Menschen, die in alten Türmen in der Oberpfalz, Mühlen in Mittelfranken oder Bauernhäusern in Oberbayern leben, schildern ihre Beweggründe und Vorgehensweisen und ihre Liebe zu alten Objekten.

HVW, Cover DVD "Leben mit einem Denkmal"

Die denkmalgeschützten Bauwerke erzählen von alten Zeiten und vom Leben unserer Vorfahren, ihren Gewohnheiten und Eigenheiten, ihren Ideen und Fähigkeiten.

Zugleich sind sie anschauliche Zeugnisse der früheren Wohn- und Arbeitswelt. Doch immer mehr geht verloren: Was 1973 nicht in die bis heute gültige bayerische Denkmalliste aufgenommen oder nachgetragen wurde, ist den Besitzern schutzlos ausgeliefert, und so wird hier eine Jugendstilvilla durch einen Wohnblock ersetzt, da steht ein alter Hof einer Umgehungsstraße oder einem Gewerbegebiet im Weg.

Aber auch den geschützten Gebäuden droht der Verfall, wenn kein Geld oder keine Liebe für das alte Erbe da ist.

Inhalt: Häusergeschichten | Mühlengeschichten | Turmgeschichten | Bahnhofgeschichten | Schlossgeschichten | Burggeschichten | Werkstattgeschichten | Fabrikgeschichten | © 2014 Text/Bild: BR


 

Serie “Leben mit einem Denkmal” – Noch mehr Geschichten

  • Alt und Neu – Erstsendung: 26.4.2015
    Ein Frisörsalon in einem ehemaligen Kuhstall, eine Wohnung in einer alten Tenne, eine Galerie in einer früheren Scheune und ein Laden in einer einstigen Ruine – vier Beispiele, die originell und denkmalgerecht Neues und Altes miteinander verbinden.
    Das Problem im ländlichen Raum ist fast überall das gleiche: Der Ortskern mit seinen Altbauten hat mit Leerstand zu kämpfen, während der Ortsrand mit Neubauten immer weiter wuchert.
    Eine Lösung wäre die kluge Verbindung von Alt und Neu, die Leben in die Ortsmitte bringt, dabei aber auf historische Bauten Rücksicht nimmt, ohne sich vor der Moderne zu verschließen.
    In der Reihe “Leben mit einem Denkmal” hat Sybille Krafft diesmal Hausbesitzer im Allgäu, in Niederbayern und in Unterfranken besucht, die eben dies geschafft haben: die alte Bausubstanz mit moderner Architektur zu kombinieren und damit ganz ungewöhnliche Wirtschafts- und Wohnideen zu verwirklichen. Text: BR
  • Bauernhausgeschichten – Erstsendung: 18.5.2014
    Eine junge Frau saniert einen alten Hof – seit sechs Jahren, ganz alleine. Acht Bohrmaschinen hat sie schon aufgearbeitet, und ein Ende der Schinderei ist nicht abzusehen. Ihr Vierseithof in Vilshofen ist eines der bäuerlichen Anwesen, die Sybille Krafft diesmal in der Reihe “Leben mit einem Denkmal” zeigt. Auf ihrer Reise durch Niederbayern besucht die Filmautorin historische Bauernhäuser, die oft jahrzehntelang leer standen, ehe sie von ihren heutigen Besitzern vor dem Verfall gerettet und vorbildlich wieder hergerichtet wurden.
    Denkmalgeschützte Bauernhöfe, die seit Generationen von einer Familie bewirtschaftet werden, sind inzwischen selten geworden. Mit dem Strukturwandel der Landwirtschaft haben viele Betriebe aufgegeben. Dem “Bauernsterben” folgte das “Hofsterben”. Doch zum Glück finden sich immer wieder Menschen, die den kulturellen Wert der historischen Bausubstanz erkennen und ein altes Haus mit neuem Leben erfüllen. Text: BR
  • Parkgeschichten – Erstsendung: 29.12.13
    In der zehnten Folge der Reihe “Leben mit einem Denkmal” geht es diesmal um historische Parkanlagen. Sybille Krafft stellt im Lauf der Jahreszeiten vier denkmalgeschützte Parks vor: im Frühling einen Gutshof-Park im Augsburger Land, im Sommer den alten Kurpark von Mittenwald, im Herbst den Seidl-Park von Murnau und im Winter den Lindenhofpark am Bodensee.
    Bei Rundgängen durch die vier sehr unterschiedlich gestalteten botanischen Anlagen erzählen die Menschen, die sich um diese Denkmäler kümmern, von ihrer ebenso mühsamen wie verdienstvollen Kultur- und Gartenarbeit. Dabei kommt auch der bekannte Denkmalschützer Dieter Wieland zu Wort, der sich in Murnau ehrenamtlich für den Erhalt des großartigen Künstlerparks von Emanuel v. Seidl engagiert. Text: BR
  • Villengeschichten – Erstsendung: 28.4.2013
    In der neunten Folge der Reihe “Leben mit einem Denkmal” ist Sybille Krafft an den Bodensee und nach Oberfranken gefahren.
    An der “bayerischen Riviera” gibt es nur noch eine einzige alte Villa, die bis heute in Familienbesitz geblieben ist. Ob Herrenzimmer oder Damensalon – jeder Raum in diesem Herrschaftshaus am Bodensee erinnert an vergangene Epochen. Fünf Generationen haben den Lockungen der Grundstücksverwertung widerstanden und ihr materielles wie kulturelles Erbe bewahrt.

Reihe “Damals” – 2011–2015

  • Damals in Kitzbühel – 27.12.2015 / Erstsendung: 15.1.2012
    “Kitz ist schick!” In nur wenigen Jahrzehnten entwickelte sich das einstige Tiroler Provinzstädtchen am Hahnenkamm zu Österreichs nobelstem Wintersportort. Sybille Krafft hat den Veränderungen nachgespürt.
    Um 1900 hatten in Kitzbühel die ersten Skitouristen die Tiroler Bergwelt erobert. Lifte gab es damals noch keine. Inzwischen zählt man im Kitzbüheler Skigebiet auf 170 Kilometern Piste 54 Seilbahnen und Lifte sowie 750 Schneekanonen.
    Doch nicht nur der Wintersport hat sich grundlegend gewandelt, auch die Gäste haben sich geändert. Früher gab sich hier die internationale Schickeria ein Stelldichein, heute sind die twistenden Playboys der Soraya-Zeit im Rentenalter, und über nachrückende Russen rümpft so mancher die Nase.
    Nachgefragt bei den Einheimischen – Sybille Krafft ist den Veränderungen in Kitzbühel nachgegangen und hat dazu auch Einheimische befragt: Ob Bergbauer oder Immobilienmakler, Prominentenschneider oder Dorffrisör, Skilehrer oder Krimiautor – sie alle haben ihren ganz eigenen Blick auf “Kitz” und seine Entwicklung. Text: BRauch auf YouTube (Filmlänge: 28:54 min)
  • Damals im Leitzachtal – 15.11.2015
    Auf ihrer filmischen Zeitreise ist Sybille Krafft diesmal mit der Zahnradbahn, der ältesten Hochgebirgsbahn Deutschlands, auf den Wendelstein gefahren, für den besten Blick ins Leitzachtal. Es ist ein abwechslungsreiches Flusstal, das sich auf einer Länge von 33 Kilometern von Bayrischzell im Süden bis nach Westerham im Norden erstreckt.
    Das Leitzachtal ist altes Bauernland, doch Sommerfrischler haben diesen malerischen Landstrich früh entdeckt, wo ein paar wackere Mannen einst den ersten Trachtenverein gegründet hatten. Das “boarische Gwand” trägt man hier immer noch gern, nicht nur an Kirchweih.
    Anhand von Filmaufnahmen aus den 1950er- und 1960er-Jahren zeigt die Filmautorin, wie dieses zeitlos schöne Tal dennoch mit der Zeit gegangen ist und dabei viele Höhen und Tiefen erlebt hat – im Tourismus und Naturschutz, im bäuerlichen, religiösen und musikalischen Leben. Text: BR
  • Damals in Passau – Erstsendung: 31.5.2015
    Sybille Krafft begibt sich auf eine Zeitreise und dokumentiert gemeinsam mit Fischern und Künstlern, Geschäftsleuten und Ordensfrauen, Studenten und Handwerkern, Alteingesessenen und Zugezogenen, wie sich Passau in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Text: BR
  • Damals in Augsburg – Erstsendung: 13.4.2014
    Augsburg nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Altstadt ist durch die Bombenangriffe zerstört. In einem immensen Kraftakt haben die Augsburger ihre Stadt wieder aufgebaut. Im Archiv des Bayerischen Fernsehens hat die Filmemacherin Sybille Krafft eindrucksvolle Dokumente aus den 1950er- und 1960er-Jahren gefunden: Bilder von der Not der Nachkriegszeit bis zum Aufbruch ins deutsche Wirtschaftswunderland, Bilder von Schuttbergen und Tauschgeschäften bis zur damals boomenden Metall- und Textilindustrie Augsburgs. Ergänzt werden diese historischen “Schätze” durch neu gedrehte Aufnahmen und Erinnerungen von Zeitzeugen. Ob Weißputzer oder Weber, Graf oder Organist, Standlfrau oder Hutmacherin, heutiger Sozialarbeiter oder einstiger Gastarbeiter – sie alle berichten aus ihrem Leben von dem großen Wandel, den ihre Stadt in den vergangenen Jahrzehnten vollzogen hat. Text: BR
  • Nürnberg in der Nachkriegszeit – Erstsendung: 17.3.2013
    Es gab Zeiten, als durch die Nürnberger Altstadt noch die Straßenbahn fuhr, Gaslaternen die Gassen beleuchteten, der Zeitungsverkäufer lautstark das „8 Uhr-Blatt“ ausrief und zwei Bratwürste mit Gurkensalat und Kartoffeln 1 Mark 20 kosteten.
  • Im Fasching – Sendung: 21.2.2012
    Seit Jahrhunderten treiben sie an den Faschingstagen in Kipfenberg ihr Unwesen: die Fasenickl. Sie wollen die guten Geister wecken und – natürlich – den Winter vertreiben. Dazu wird von klein auf der Kipfenberger Urknall trainiert: mit der Goaßl . . . Text: BR 2012
  • Ingolstadt – Erstsendung: 13.2.2011
    Bayerns jüngste Großstadt hat in den vergangenen Jahrzehnten eine rasante Entwicklung genommen.

Quelle: Bayerisches Fernsehen


 

RÜDIGER LORENZ – Filmreihe Der letzte seines Standes?


 

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