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1997 – DP-Lager Föhrenwald

AUSSTELLUNG DES STADTARCHIVS WOLFRATSHAUSEN
Dokumente, Pläne, Fotos, Berichte über die Zeit von 1939 bis 1957

Zu dieser Ausstellung
Marianne Balder, Stadtarchivarin Wolfratshausen i.R.

Anlass, auf die “Suche nach Föhrenwald” zu gehen, waren viele Anfragen, die in den Jahren 1994–95 an das Stadtarchiv Wolfratshausen gestellt wurden.
Außer den Büchern “Von Föhrenwald nach Waldram” von Alois Engelhard und “Waldram” von Josef Reiss und Eugen Steppan, in denen ein Abschnitt bzw. ein Kapitel dem Lager Föhrenwald gewidmet wurde, war so gut wie nichts vorhanden.
Aus der Zeit vor Ende des Zweiten Weltkrieges blieben über das Lager nur wenige Seiten in einem ungeordneten Papierstapel und die Meldebücher erhalten. Über den geheimen Kriegsauftrag drang kaum etwas an die Öffentlichkeit. Zeitungsberichte waren auf Belanglosigkeiten “in der Nähe der Baustelle” beschränkt.
Ab Mai 1945 wurde das Lager, welches zwölf Jahre lang jüdischen Überlebenden Unterkunft werden sollte, von der amerikanischen Militärregierung verwaltet. Im November 1945 übernahm die Flücht-lingsorganisation UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Administration) die Verantwortung, später die IRO (International Refugee Organization).

Lager Föhrenwald - Ausstellung 1997 - Stadtarchiv Wolfratshausen

Am 1.12.1951 ging Föhrenwald in deutsche Verwaltung über, d.h. an übergeordnete Behörden. Daher war das Schriftgut, das in der Gemeinde Wolfratshausen entstand, auch nur sehr gering.
Anfang 1996 begann die Suche nach Material. Fast überall offene Türen, offene Ohren, Hilfsbereitschaft – bei Privatpersonen, Ämtern, Behörden und Institutionen.
Das machte Mut, Gesammeltes, Erworbenes und Geliehenes der Öffentlichkeit zu zeigen.
Diese Ausstellung kann natürlich nur Begebenheiten streifen und Momente darstellen, die zwischen 1939 und 1957 passiert sind. Sie soll anregen, sich mit dem Thema Föhrenwald intensiver zu beschäftigen.
In weiteres Aktenmaterial kann im Stadtarchiv Wolfratshausen eingesehen werden; ebenso wird dort auf zusätzliche Quellen hingewiesen.


 
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