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2017 – GEDENKEN AN DIE BÜCHERVERBRENNUNG – 1933



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10.5.2017 – Gedenken an die Bücherverbrennung 1933 – Schüler-Feedback & Presse

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HVW- Gedenkveranstaltung, Feeback

FEEDBACK VON SCHÜLERN UND LEHRERN

Mittelschule Geretsried

Feedback/Zitate der Schüler und Lehrer zum pädagogischen Wert der Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zur Bücherverbrennung mit dem Tanztheater “Wir tragen die Bilder weiter”:

HVW, Mittelschule Geretsried, Wir tragen die Bilder weiter   Die Klasse 8a der Mittelschule Geretsried trat als eine von zwei Gruppen in Klassenstärke auf. “Jeder sollte nach eigenen Interessen und Stärken seinen Platz im Stück finden, um sich optimal verwirklichen zu können. Das ist bei 24 Schülern nicht immer einfach. Aber die Schüler haben das toll gemacht”, erzählt Kulturpädagoge und Leiter des Projekts Erich Mayer. So entwickelten sich im Laufe der Wochen drei Neigungsgruppen, die gemeinsam eine Geschichte auf die Bühne brachten. “Im Stück tauchen zuerst die Bilder auf, die im Dritten Reich als entartete Kunst deklariert wurden. Hier hatte sich eine Gruppe um Lehrerin Cornelia Wilhelm-Schier intensiv mit Geschichte, Kunst und Malerei beschäftigt und tolle Bilder entfremdet gemalt”, so Erich Mayer.
 

Zusammen mit der Technik-Lehrerin Jutta Hellendahl schraubten die Schüler alte Autogurte an die Bilder, um sie über die Bühne tragen zu können.
Eine zweite Gruppe, die der Tänzer, choreographierte selbstständig einen “Feuertanz”, der auf der Bühne die Bilder sozusagen bedroht. Am Ende des Stücks kommt ein Löschtrupp auf die Bühne: Die dritte Neigungsgruppe, die in bunt bemalten Anzügen und mit Farbeimern parallel zur Projektion im Hintergrund das Feuer mit knallbunten Farbspritzern löscht. Sie symbolisieren die pluralistische, weltoffene Gesellschaft. Die Feuertänzer tauchen mit hellen, bunten Kostümen wieder auf und schreiten am Ende mit allen anderen Schülern und den Bildern in Zeitlupe an den vorderen Bühnenrand. “Für alle Schüler war schnell klar, wie ihr Stück heißen soll: Wir tragen die Bilder weiter”, fasst Erich Mayer die Kernaussage des Stücks zusammen und fügt hinzu: “Die Art und Weise, wie das Thema entartete Kunst in Tanz und Bild auf der Bühne umgesetzt wird, sollte so weit wie möglich von den Schülern selbst kommen”, so Erich Mayer und Lehrerin Cornelia Wilhelm-Schier einhellig: “Das ist uns gelungen.”

Nur so war es möglich, dass alle Schüler sich beteiligten mit allem was sie an Ideen und Talenten haben, erklären die beiden Klassenlehrerinnen Cornelia Wilhelm-Schier und Nicole Bräunl-Mayer: “Jeder Schüler hat sich mit seinen eigenen Stärken und Möglichkeiten individuell mit dem Thema entartete Kunst auseinandergesetzt. Jeder Schüler war dabei, jeder hat sein Bestes gegeben.”
Die beiden Lehrerinnen Cornelia Wilhelm-Schier und Nicole Bräunl-Mayer sind fasziniert, wie selbstverständlich Schüler ihre Kompetenzen übten und verbesserten: “Es sind die Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Selbstverantwortlichkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit, auf die es später im Beruf ankommt. Die Arbeit in einem Projekt wie diesem ist hierfür unglaublich wertvoll.”
  HVW,
 

“Jeder war woanders, hatte eine andere Aufgabe und irgendwie waren wir auf der Bühne alle zusammen und haben uns geholfen. Ich war so stolz auf unsere Klasse. Zuvor hatte ich immer gedacht, dass wir ausgebuht werden. Und dann dieser Applaus. Einfach eine schöne Erfahrung. Jetzt mag ich unsere Klasse noch viel lieber!“ Yearsalam (14 Jahre)

“Der Auftritt und die wochenlange Vorbereitung hat unsere Klassengemeinschaft deutlich gestärkt. Der Auftritt war für uns etwas ganz besonderes, wir haben uns wahnsinnig geehrt gefühlt, weil wir dabei sein durften. Es waren so viele Leute in der Loisach-Halle, auch berühmte Leute. Das gibt richtig Selbstbewusstsein! Und als dann der Applaus kam, dachte ich mir: Cool, wir haben das wirklich gut gemacht. Nicht ich, sondern wir.” Selma (15 Jahre)

“Die Vorbereitungen und Proben waren eine große Übung für Selbstdisziplin. Wir mussten viel üben, ruhig sein, uns auf die anderen Schüler konzentrieren. Das war richtig anstrengend. Und als ich mit meiner Klasse auf der Bühne stand und nach vorne schaute, habe ich es gespürt. Nicht gesehen, ich habe es ganz stark gespürt, dass alle anderen voll dabei sind, ganz konzentriert und sich richtig gut benehmen. Und dann der Applaus. Der fühlte sich so gut an. Applaus von so vielen Leuten. Auch danach noch haben uns ganz viele Leute gelobt.” Laura (15 Jahre)

HVW, Mittelschule Geretsried, Wir tragen die Bilder weiter

Wie aus einem Mund beenden die beiden Schülerinnen Selma und Laura ihre Erlebnisse: “Von dem Auftritt in der Loisach-Halle werde ich meinen Kindern noch erzählen!”
Ob der Auftritt Auswirkungen auf die Arbeitshaltung der Schüler im Unterricht hat? Selma und Laura sind sich sicher: “Wenn wir in Zukunft im Team arbeiten, wissen wir nun, das haben wir schon Mal geschafft. Wir kriegen das hin.”

Die Schülerinnen Vivien (14 Jahre) und Jana (15 Jahre): “Wir haben gespürt, wie wichtig wir als einzelne Schüler sind, um so ein großes ganzes Stück auf die Bühne zu bringen. Wir alle gemeinsam. Das war so aufregend.”

“Zuerst dachte ich immerzu: Oh Gott, ich schaffe das nicht! Ich habe so Angst. Und jetzt, danach, denke ich es war voll geil auf dieser Bühne zu stehen! Und ja: Wir haben Fehler gemacht. Aber das ist für mich jetzt nicht mehr schlecht. Das macht unsere Klasse einzigartig.” Violetta (15 Jahre)

“Ich habe mich mittendrin gefühlt, habe jetzt verstanden, was im Dritten Reich passiert ist, nachgedacht. Das öffnet Augen.”
Irene (16 Jahre)

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Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking

Die Lehrkräfte zur Gedenkveranstaltung in der Loisachhalle:
“Ich halte es – mehr denn je – für wichtig, unsere Schüler an eine lebendige und künstlerisch anspruchsvolle Kultur des Gedenkens heranzuführen. Wenn sie dazu aktiv und kreativ beitragen können und dafür auch noch verdiente Anerkennung und Applaus bekommen, ist das großartig und beste Populismus-Prophylaxe!”
Anja Tiemann, Kunst-Lehrerin am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking

HVW, Gedenken Bücherverbrennung, 10.5.17, Gymnasium Icking"   “Ich bin immer wieder überrascht, mit welcher Sensibilität Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Nationalsozialismus und den Schrecken dieser Zeit umgehen, wenn sie sich szenisch damit beschäftigen und durch die körperliche und geistige Auseinandersetzung mit dem Regime zu weitaus persönlicheren und tieferen Eindrücken gelangen, als es jeder Geschichtsunterricht vermitteln kann. Hier wird aus Lehrstoff Bildung und aus Gelerntem gelebtes Geschichts- und Demokratieverständnis.”
Lilly Rottengatter, Leiterin der Theatergruppe der Mittelstufe am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking

Statements der mitwirkenden Schülerinnen und Schüler aus der 8. bzw. 9. Klasse:
“Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Szenen vorzubereiten. In die Rollen zu schlüpfen, war wie ein Exkurs in die Vergangenheit. Den Nervenkitzel vor dem Auftritt und den Applaus danach erlebte ich als einzigartige Momente.” Kevin Paulat

“Mir ist aufgefallen, dass viele Künstler zu der Zeit sich viel getraut und ihren Mut gezeigt haben. Das fand ich beeindruckend.”
Marie Viehmann

“Der Abend war informativ und unerwartet aufgelockert. Die verschiedenen Formen der Auftritte und Performances haben mir gut gefallen. Durch die Einbeziehung der Schüler wurde die Problematik auch für die Jugendlichen zugänglich gemacht.” Lucia Deangeli

“Die Vorbereitungen und der Auftritt haben dazu angeregt, selbst mehr über das Thema nachzudenken und sein eigenes Denken zu erweitern. Deshalb war dieser interessant gestaltete Abend eine wahre Bereicherung.” Silvana Paxmann

“Ich fand es gut, dass man dabei mehr über die Bücherverbrennung erfahren konnte und interessant zu sehen, was sich die anderen Schulen überlegt haben.” Julia Doktor

“Bei der Veranstaltung war es für mich möglich, viel Neues über die Zeit des Nationalsozialismus zu erfahren, besonders über die Kunst und wie die Menschen damals mit ihr umgegangen sind. Außerdem hat es mir großen Spaß gemacht, zusammen mit meinen Mitschülern selbst etwas vorzubereiten und eigene Ideen einzubringen.” Clara Negele

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GS Waldram

Stimmen aus der Klasse 1b, gesammelt von ihrer Lehrerin Cornelia Schubert

HVW, GS Waldram, Klasse 1b, "Die gelbe Kuh"

– “Ich bin begeistert, dass die Leute so viel geklatscht haben. Meine Kuh fand ich schön.” Lilly
– “Ich werde diesen Abend nie vergessen, weil es so schön war.” Leni
– “Mir hat es wirklich was gebracht. Es war wunderbar.” Jonas
– “Das war der schönste Abend der Welt”. Alexander
– “Mir hat der Abend gefallen, weil der Abend so schön war.” Julian
– “Ich habe mich gefreut, weil so viele geklatscht haben.” Mattis
– “Ich freue mich. Ich vergesse diesen Abend nie.” Basti
– “Ich fand den Abend toll, er war auch noch schön!” Lina
– “Das war besonders schön! Das war der beste Abend.” Marcel
– “Ich fand den Abend sehr, sehr schön.” Antonia
– “Ich fand, dass der Abend sehr, sehr schön war. Ich fand es war ein wunderbarer Abend.” Marlene
– “Ich fand den Abend toll! Ich werde den Abend nie vergessen!” Nina
– “Ich fand es wundervoll. Ich könnte mir nicht mehr so einen Abend vorstellen.” Darya
– “Ich werde diesen Abend nie vergessen. Diesen Abend fand ich den besten Abend der Welt!” Malie
– “Ich fand es schön, weil ich meine Kuh schön fand.” Leon
– “Das war gut in meinem Leben.” Elisabeth
– “Es war ganz schön. Meine Kuh war ganz hell.” Felix

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HVW, Gedenken Bücherverbrennung, 10.5.17, Berufsschule Bad Tölz-WOR   Staatliche Berufsschule Bad Tölz-Wolfratshausen

Zum Künstler Ernst Ludwig Kirchner
“Es war spannend und interessant, diesen großen Künstler Kirchner darzustellen.” Berufsschüler Rabah Bakrou, der den Künstler Kirchner auf der Bühne verkörperte

“Ich fand es so interessant, dass ich es jederzeit wieder machen würde.” Berufsschüler Bernhard Nietsch

“Es war sehr bereichernd, ein starker Impuls, gegen die Entwürdigung von Menschen aufzustehen.” Religionslehrer René Vollmar

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Staatliche Realschule Geretsried

Marcella Ide-Schweikart, Kunstlehrerin an der Staatlichen Realschule Geretsried

“… intensiv – abwechslungsreich – pfiffig! Ermutigend!

Gemeinsam einen Abend zum Gedenken an die Bücherverbrennung zu gestalten ist sehr spannend. Das Grundkonzept, prominente Gäste mit Schülern der Region auftreten zu lassen, ist und war wahrscheinlich für alle Mitwirkende und auch für die Besucher sehr gewinnbringend.

Die Schülerinnen der Klasse 10e, die allesamt den Kunstzweig der Staatlichen Realschule besuchen, haben sich sehr intensiv mit Kandinsky beschäftigt. Die Teilnahme an der Veranstaltung erweiterte ihren Blickwinkel zum düsteren Thema der so genannten Entarteten Kunst und schärft auch in der Gegenwart den kritischen Blick für undemokratische Tendenzen.

Die Schülerinnen Sarah Weiß, Vanessa Sontheimer und Isabelle Deufert sagen: ‘Wir fühlten uns sehr geehrt, vor so großem Publikum sprechen zu dürfen! Trotz großer Aufregung hatten wir sehr viel Freude an unserem Beitrag und den Beiträgen der anderen Gruppen. Wir sind dankbar, diese Erfahrung gemacht zu haben.'”

  HVW, Gedenken Bücherverbrennung, 10.5.17
 

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HVW, Gedenken Bücherverbrennung, 10.5.17, Freie Waldorfschule Isartal   Freie Waldorfschule Isartal

Es war trotz rechtzeitiger Vorankündigung mal wieder eine intensive Vorbereitungsphase auf die letzte Minute. Aber diese Intensität wurde – in jeder Hinsicht – in die Veranstaltung mit rübergetragen.
Vielen Dank, dass Sie den Schülern mittels solch wichtiger Anlässe, die Möglichkeit geben über sich hinauszuwachsen. – Ilona Grösche, Lehrerin

 

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10.5.15, HVW-Gedenkveranstaltung, Presse

PRESSE

  • 23.5.17 – merkur.de/Wolfratshausen – Andrea Weber
    “Der Applaus fühlt sich so gut an.”
  • 22.5.17 – sueddeutsche.de/Wolfratshausen – Felicitas Amler
    Nach Veranstaltung in der Loisachhalle: Ein ganz starkes Wir-Gefühl
    Schüler reflektieren ihre Teilnahme am Gedenken zur Bücherverbrennung
  • 13.5.17 – dasgelbeblatt.de/Bad Tölz-Wolfratshausen – Peter Herrmann
    Buntes Gedenken an Bücherverbrennung
    Historischer Verein freut sich über ausverkaufte Loisachhalle
  • 12.5.17 – oberland.de – Peter Herrmann
    Eindrucksvolle Auftritte gegen das Vergessen
    Das Verbrennen von Büchern und die Konfiszierung von Kunstwerken durch die Nationalsozialisten liegen schon über acht Jahrzehnte zurück. Dass sich Schüler, Musiker und Künstler am Jahrestag der Bücherverbrennung in der ausverkauften Loisachhalle zusammenfanden und den Besuchern ein fast vierstündiges Programm boten, war der Verdienst des Historischen Vereins Wolfratshausen und des Kulturvereins Isar-Loisach (KIL). Der Erlös kommt der Errichtung eines Begegnungs- und Dokumentationszentrums im ehemaligen Badehaus am Waldramer Kolpingplatz zugute.
  • 11.5.17 – sueddeutsche.de/Wolfratshausen – Sabine Näher
    “Wir tragen die Bilder weiter”
    Kinder und Jugendliche geben dem Erinnern eine Zukunftsperspektive. Künstler wie Helmut Schleich und Udo Wachtveitl sowie Schulklassen treten in der Loisachhalle vor vollem Haus auf.
  • 5.5.17 – merkur.de/Wolfratshausen – Peter Herrmann
    Waldramer Grundschüler proben für Gedenkabend
    Im Rahmen des “Gedenkens an die Bücherverbrennung” werden Schüler an die Schicksale verfolgter bildender Künstler erinnern. Eine Idee, die auch Lehrerin Cornelia Schubert und die Klasse 1b an der Waldramer Grundschule begeisterte.
  • 29.4.17 – dasgelbeblatt.de/Bad Tölz-Wolfratshausen – Peter Herrmann
    Schulterschluss mit Prominenten
    Gedenken zur Bücherverbrennung kommt BADEHAUS zugute
  • 26.4.17 – oberland.de – Peter Herrmann
    Prominente und Schüler gestalten eindrucksvolles Programm
    Der Historische Verein Wolfratshausen und der Kulturverein Isar-Loisach (KIL) veranstalten am 10. Mai einen abwechslungsreichen Benefizabend, dessen Erlös dem entstehenden Begegnungs- und Dokumentationszentrum im ehemaligen Badehaus in Waldram zugutekommt. Der Anlass ist ein trauriger: Vor 84 Jahren brannten in Deutschland die Bücher von Schriftstellern. Ein schlimmes Ereignis, an das Schüler und viele prominente Künstler in ihren Beiträgen erinnern.
  • 25.4.17 – merkur.de/Wolfratshausen – Peter Herrmann
    Damit Bücher nie wieder brennen
    Unglaublich, aber wahr: Es gab Zeiten in Deutschland, da wurden Bücher verbrannt. Und das ist gar nicht so lange her. Daran erinnert eine Veranstaltung am 10. Mai in der Loisachhalle.
  • 24.4.17 – sueddeutsche.de/Wolfratshausen – Felicitas Amler
    Gedenken an Kästner und Kandinsky
    Künstler und Schüler erinnern am 10. Mai in der Loisachhalle an die Bücherverbrennung vor 84 Jahren. Erstmals werden heuer auch verfemte bildende Künstler gewürdigt.

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