Oase des Friedens
Die Geschichte einer jüdischen Mädchenschule 1926–1938
Termine 2007–2012 – Der Tassilo-Preis
Architektur/Aufbau der Ausstellung – Grundriss
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Im Rahmen des Festkalenders 2012 zur 1250-Jahr-Feier des Klosters Schäftlarn gastierte unsere Wanderausstellung vom 16.4. bis zum 9.5.2012 im Gymnasium der Benediktiner – Info Sekretariat Tel.: 08178–7920.
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Vom 29.2. bis zum 18.3.2012 war unsere Ausstellung in der St.-Johannis-Kirche in Schweinfurt. Die Vernissage fand am 29. Februar mit einer Einführung von Dr. Sybille Krafft statt, die Finissage am 18. März mit Rabbinerin Dr. Antje Yael Deusel, Bamberg. Ansprechpartnerin für die Ausstellung war Pfarrerin Elke Münster.
Plakate von Ilse Vogel und Klaus Bub aus der Ausstellung zu drei Mädchen aus Schweinfurt und Umgebung, die auch Schülerinnen an der Jüdischen Mädchenschule in Wolfratshausen waren: Ilse Hirschberger aus Stadtlauringen, Ilse Mohrenwitz aus Schweinfurt und Ilse Rosenthal aus Maßbach.
Presse:
• 1000 Besucher sahen Ausstellung in St. Johannis
Knapp 1000 Besucher sahen die Ausstellung „Wir lebten in einer Oase des Friedens“ – Gerd Landgraf – Main-Post/Schweinfurter Tagblatt v. 19.3.12
• Erinnerung an eine Oase des Friedens
Ausstellung in St. Johannis: Auch Mädchen aus der Region besuchten die jüdische Mädchenschule Wolfratshausen – Mathias Wiedemann – Main-Post/Schweinfurter Tagblatt v. 2.3.12
• Zerbrechliche Oase des Friedens
Ausstellung: Die Geschichte einer jüdischen Mädchenschule 1926–1938 – maw – Main-Post/Schweinfurter Tagblatt v. 24.2.12
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Das Buch zum Projekt Inhalt • Vorwort • Einführung 144 Seiten, ca. 200 Farbabb. |
| Für die Bildungsarbeit in bayerischen Schulen ist die broschürte Ausgabe in größerer Stückzahl kostenlos bzw. gegen eine Schutzgebühr über die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit erhältlich. | |
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DAS PROJEKT
Seit Sommer 2002 erforscht ein ehrenamtliches Team – Dagmar Bäuml-Stosiek, Gisela Egelhaaf, Hannelore Greiner, Christine Noisser, Marlene Petsch – des Historischen Vereins Wolfratshausen e.V. unter Leitung von Dr. Sybille Krafft und Kirsten Jörgensen die Geschichte der jüdischen Haushaltsschule in Wolfratshausen (1926–1938).
Es handelt sich dabei um eine Kooperation zwischen dem Historischen Verein und der Kirchengemeinde Wolfratshausen. Die Herstellungskosten für die Produktion einer bundesweiten Wanderausstellung übernahmen das Bundesfamilienministerium sowie weitere Förderer.
Die Ausstellung wurde gefördert im Rahmen des Aktionsprogramms “Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, durch die Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, den Bezirk Oberbayern, die Kulturstiftung der Kreissparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Bayern, die Stadt Wolfratshausen u.a.m.
DIE SCHULE
Es war eine besondere Schule in einer besonderen Zeit. Ursprünglich sollten hier die jungen Frauen lernen, einen jüdischen Haushalt nach rituellen Regeln zu führen, und sich auf weiterführende wirtschaftliche, soziale und pädagogische Berufe vorbereiten.
Während der NS-Zeit entwickelte sich die Schule dann zu einem Zufluchtsort. Junge Mädchen aus dem gesamten Deutschen Reich kamen hierher, um sich vor Anfeindung und Ausgrenzung zu schützen oder sich auf ihre Auswanderung vorzubereiten.
Die landwirtschaftliche Ausbildung, die in Wolfratshausen einenbesonderen Stellenwert einnahm, wurde später für viele Schülerinnen geradezu überlebensnotwendig, bildete sie doch eine der Voraussetzungen für ein Visum ins rettende Ausland.
In der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 wurden alle Schülerinnen und Lehrerinnen gewaltsam vertrieben. Die Schule wurde geschlossen.
DIE ZEITZEUGINNEN
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Erinnerungen ehemaliger Schülerinnen, die in Israel, USA, England und Kanada mit der Kamera aufgezeichnet wurden.
Ihre Lebenswege und Geschichten vermitteln einen bewegenden, sehr persönlichen Eindruck von der damaligen Zeit. Erinnert wird aber auch an all die Schülerinnen, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.
DIE AUSSTELLUNG
Die multimediale Ausstellung thematisiert das Schicksal jüdischer Familien in der NS-Diktatur aus der besonderen Sicht der Frauen und Kinder. Als damals wegweisendes Modellprojekt ist die Schule auch heute von überregionaler Bedeutung.
Die Wanderausstellung ist für Museen, Schulen und Gemeindezentren konzipiert; Bildtafeln, Skulpturen, Video- und Hörstationen vermitteln einen vielschichtigen Zugang zum Thema. Ergänzend sind didaktische Unterrichtsmaterialien vorhanden.
Ein Begleitband ist im Verlag Dölling & Galitz in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit erschienen.

Am 10. April 2008 erhielt die Arbeitsgruppe “Jüdische Spurensuche” des Historischen Vereins Wolfratshausen den Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung für das Projekt “Wir lebten in einer Oase des Friedens …”.
Die Laudatio hielt Regisseur Oliver Storz im Festsaal des Süddeutschen Verlages.
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